Medienmitteilung der Velo Mänsche Züri vom 01.06.2026 Velodemo am Neumühlequai, 3. Juni 2026: VELOROUTEN JETZT – Sicherheit statt Ideologie! Unter dem Motto «Velorouten jetzt – Sicherheit statt Ideologie» findet am Mittwoch, dem 3. Juni, eine grosse, bewilligte Velodemo statt. Bewusst findet diesmal die Besammlung am Walcheplatz statt – direkt bei der Kantonalen Verwaltung, welche den Rückbau der dortigen Velowege in einer rücksichtslosen Nacht-und-Nebel-Aktion durchgeboxt hat. Seit diesem rechtsstaatlich fragwürdigen Machtspiel sind die Velofahrer:innen nun schutzlos dem Autoverkehr ausgeliefert, der mit Tempo 50 über diesen vierspurigen Strassenabschnitt braust. Wie jedes Jahr anlässlich des Welttag des Fahrrads (#WorldBicycleDay) setzt die Protestveranstaltung ein Zeichen für eine undogmatische, sicherheits-orientierte Politik, welche die Bedürfnisse der ungeschützten Verkehrsteilnehmer:innen endlich angemessen berücksichtigt.
Der Appell «Velorouten jetzt» richtet sich gleichermassen…
...an die Stadt Zürich: Zur Halbzeit der Umsetzungsfrist der Velorouten-Initiative sind erst wenige Vorzugsrouten projektiert, geschweige denn umgesetzt. Damit Zürich per 2031 zur Velostadt wird – wie vom Stimmvolk verlangt –, müssen die städtischen Behörden beim Roll-Out einen höheren Gang einlegen, und zugleich bereits umgesetzte Velorouten von Motorfahrzeugen möglichst freihalten. ...an den Kanton Zürich: Der Regierungsrat ist aufgefordert, endlich Hand zu bieten zu einer konstruktiven Zusammenarbeit für eine zeitgemässe Verkehrspolitik. Anstatt, wie unlängst am Neumühlequai, ständig die Stadt Zürich zu gängeln, sollte sich der Kanton besser um die Erfüllung der Vorgaben des nationalen Veloweg-Gesetzes kümmern – etwa, indem er die Umsetzung der Velobahn Limmattal sofort wieder aufnimmt, welche zuvor mit fadenscheiniger Begründung zurückgestellt wurde. Auch wäre es höchste Zeit, die 1200 dokumentierten Schwachstellen im Velonetz des Kantons zu beseitigen, anstatt in der Limmatstadt neue zu schaffen. ...an die Autolobby:
Bürgerliche Automobilverbände wie der HEV und GVZ haben bislang gegen jede geplante Velovorzugsroute aussichtslose Rechtsmittel ergriffen – nur um damit die Umsetzung des Volkswillens zu verzögern. Mal für mal scheitern sie mit ihren dürftigen Argumenten vor Verwaltungsgericht. Wir fordern die bürgerlichen Auto-Lobbyist:innen auf, sich an die demokratischen Spielregeln zu halten, ihre zahlreichen verkehrspolitischen Niederlagen zu akzeptieren und endlich das Velo als vollwertigen Verkehrsträger einer zukunftsfähigen Stadt anzuerkennen.
Organisiert wird die Velodemo wird von der Graswurzel-Bewegung Velo Mänsche Züri, unterstützt von Pro Velo Zürich und Grüne Stadt Zürich und getragen von einem überparteilichen Bündnis.
— Weitere Infos und Kontakt für Rückfragen: https://velodemo.info/
Dominik Ogilvie, 078 661 14 63 hallo@velowege.jetzt |